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Mittwoch, 15. Februar 2017

Handlettering und eine Buchrezension

Schon zu Weihnachten bekam ich von Töchterchen das Buch HANDLETTERING FOR EVERYONE von Cristina Vanko geschenkt. Ein paar Probestriche habe seit dem getätigt, ua. auf einer Tasse und zwei Tellern. Auf der Tasse ist auf jeden Fall eine Herausforderung, da die Rundungen beim Zeichnen und Beschriften beachtet werden müssen. Das kommt also erst einmal hinten an, wenn etwas mehr Übung vorhanden ist.
Die beiden Teller gefallen mir unterschiedlich. Eat mor cake finde ich schön, aber den Cupcake zu bunt :( Nicht mein Fall. Leider ist die Farbe schon eingetrocknet, so dass ich sie nicht mehr abbekomme. Oder jemand eine Idee?

Auf dem anderen Teller ist eigentlich nur ein Kätzchen, bzw. ein ziemlich fetter Katzenkopf - keine Typografie also.

Heute habe ich etwas Muße und wollte eigentlich Schritt-für-Schritt mit den Übungen aus dem Buch beginnen. Dann aber guckt man sich das Buch an, sieht sich sein Papier an, nimmt den Stift und malt und zieht Linien nach der erstbesten Vorlage im Buch! Yo. Probieren geht eben über studieren und dann hat man ein erstes eher unzufrieden stellendes Ergebnis. Die Vorlage war super.
Was ist jedoch zu allererst gelernt habe ist, wenn man mit Tinte, Filzstift o.ä. feuchtem schreibt/malt/zeichnet, dass man beim Nachziehen der Linien den noch frischen Teil verdekcen soll, damit nichts verwischt. Also schön ein Blatt Papier zur Hilfe nehmen und über die Zeichnung legen, damit die Hand keine Schlieren zieht ;)  


Handlettering - erste Arbeitsprobe von Manuela Potthast
Selbstversuch



Darum zurück zum Buch.
Es ist auf englisch, was aber verständlich ist. (Ob es das auch auf deutsch gibt, muss ich erst recherchieren ...) Die Autorin führt mir zahlreichen Beispielen durch die Themen. Klar, man will ja Ergebnisse sehen, dieses Buch lebt von Bildern.

Buch Handlettering von Cristina Vanko - eine Buchrezension von Manuela Potthast
Handlettering von Cristina Vanko

Zuerst geht sie auf die Geschichte der Typografie ein. Wie ist Schrift entstanden? Ganz kurze Überblicke mit Platz und der Aufforderung, selbst tätig zu werden. So ist z.B. „The very Beginning" von Höhlenmenschen die Rede, die (u.a.) über die Höhlenmalerei kommunizierten. Hier darf man dann illustrieren, wi eman sein letztes Mittagessen gekommen hat und wie es aussah. Hast du es gejagt, wie ein Höhlenmensch?  Die Autorin erklärt dann aber auch, warum zeichnen und nicht gleich schreiben: weil man durch das Zeichnen Leben in die Buchstaben bringt, die man (später) schreibt. Ausserdem hilft die Vorstellungskraft beim Schreiben von Buchstaben. „...so I wanted to warm up your thinking skills."




Wir reisen also durch die Geschichte, begleitet von Ägyptern, den Phöniziern, durch das Mittelalter über die ersten Druckbuchstaben aus Metall, lernen von den Römern (ja, die waren früher da), kommen ins 19te Jahrhundert und lernen, dass die Helvetica immer dabei ist ;)
Verschiedenen Schrifttypen (Schriftfamilien), deren Ursprung und Verbreitung von Anbeginn bis zum Computzerzeitalter werden in kurzen Texten udn schönen Illustrationen dargestellt. Viele Übungsaufgaben, die das Handgelenk lockern und die Kreativität fördern, sind Seite für Seite inbegriffen.

Handlettering for everyone - Ein Versprechen an sich selbst - Buchseite
Versprechen an sich selbst


Die Autorin erklärt Begriffe wie Ornamente oder Outline- und Inline-Schriften. Gibt zahlreiche Tipps, wie man Buchstaben malt. „The quick brown fox jumps ober the lazy dog." Ist eine Übungsaufgabe, Handschrift zu lernen. Nun weiß auch die werte Leserin/der werte Leser, was ein Pangram ist: Ein Satz, der alle 26 Buchstaben des Alphabets beinhaltet. Cool, der Fuchs!
Eine Seite weiter geht es darum, was Handschrift über den Charakter des Schreiber aussagt. Erklärt aber auch gleich, das Handschrift nicht Handlettering ist!
Kleine Aufmunterungen am Rande, wie „Never be afraid to show your work*
*no matter what people think." (by Nick Stokes), wunderschön illustriert, machen Mut.

Ein kleiner Exkurs in die Handschriftenanlyse aus dem Buch Handlettering for everyone
Was sagt deien Handschrift über dich aus?


Das ganze Buch ist in schwarz-weiß gehalten. das ist auch okay, denn so lenken Farben nicht von der Illustration ab.
Ich widme mich jetzt und später dem Buch und den kleinen Übungen und werde im Laufe der Zeit diesen Blogbeitrag durch weitere, erprobte Beispiele bildlich ergänzen.

***** 5 Sterne für dieses kreative Buch. wer sich für Handlettering interessiert, auch für Kreative mit Erfahrung, kann sich dieses Buch beruhigt zulegen.


So geht Schrift - Erklärungen über Überlange, Unterlänge, Punzen etc.
so geht Schrift
verschiedenen Schriftarten im Handlettering dargestellt
Schriftarten

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Gute Vorsätze für 2017

Das aktuelle Jahr 2016 ist eher bescheiden gelaufen. Viel Stress für nichts. Unruhige Tage und Nächte. Nerven, die blank liegen. Zeit, um in sich zu gehen und Ruhe zu tanken.

Deswegen habe ich mir gute Vorsätze für 2017 vorgenommen.
  • weniger Stress an mich ran lassen
  • ruhiger bleiben
  • mehr entspannen
  • mehr von dem tun, was mit gefällt
  • öfter mal NEIN sagen


Denn seien wir mal ehrlich - wir richten uns häufig nach dem, was andere von uns erwarten. Und zum Schluß kann man es niemanden wirklich recht machen und man selbst bleibt auf der Strecke!
Jeder, der von jemaden etwas erwartet, sollte sich erst einmal darüber im Klaren sein, ob er denn auch gewillt ist, das gewünschte selbst zu geben. Manch' eine*r bedient sich gerne.

Ich habe in den vergangenen Monaten erfahren müssen, dass man irgendwann an seine Grenzen kommt. Neben 40 Stunden und mehr in der Woche im Laden habe ich zahlreiche Interessen unter einen Hut zu bringen. Es gab Wochen, in denen ich täglich abends nach Feierabend noch unterwegs war und spät nach Hause kam. Dann heißt es noch Familie versorgen und den Tag Revue passieren zu lassen. Oftmals gab es Fastfood oder ich hatte gar keinen Hunger mehr, weil ich einfach zu müde war.
Morgens ein bisschen Haushalt machen, dann ging es wieder los.


Eigene Interessen in den Vordergrund stellen

Nun habe ich mich entschieden, dass ich mir ein bisschen mehr Zeit für mich und meine Interessen nehmen werde. Denn dafür blieb leider in den letzten Wochen gar keine Zeit :(
Den Laden habe vollzeit aufgegeben. Um dennoch nach Termin und Bedarf für Kunden da zu sein und meine Verkäufe zu bearbeiten, habe ich einen kleineren Raum angemietet, wo ich auch Kunden empfangen kann. Aber eben nicht ständig anwesend sein werde. Das habe ich in den beiden Wochen vor Weihnachten schon getestet und für gut befunden. Kunden richten sich darauf ein, die allermeisten haben Verständnis. Und wenn doch mal ganz viel zu tun ist, kann ich ja auch temporär aufstocken.





 Aufgaben abgeben

Außerdem habe ich mich dazu entschlossen ein Amt nieder zu legen, in dem ich sowieso das Gefühl habe, nicht wirklich weiter zu kommen. Da lenke ich meine Aufmerksamkeit lieber in andere Bahnen. Seit Herbst letzen Jahres geben ich mit anderen Ehrenamtlichen Deutschkurse für Menschen, die hier Zuflucht finden. Das war manchmal ein recht großer Haufen Menschen, manchmal recht unregelmäßig besucht, oftmals nicht so gut strukturiert, wie ich es mir gewünscht hätte. Nun werde ich dieses auch anders handhaben und mich maximal zwei Leuten widmen, denen ich neben Deutschkenntnissen auch ein wenig Alltagshilfe geben kann. Manchmal kann schon ein Arztbesuch zur Herausforderung werden, von Ämtern gar nicht zu sprechen ...
Weitere Hilfesuchende vermittel ich an andere Ehrenamtliche weiter. Schön, wenn man ein großes aktives Netzwerk hat :)

 Kreative Entspannungstechniken

Zuviel Stress beeinträchtig die Kreativität. zumindest findet man kaum Zeit dazu. Das möchte ich jetzt auf jeden Fall ändern. Und viel mehr von den Dingen tun, die ich gerne mache. Wie z.B. zu BarCamps gehen. Oder ins Museum. Oder auf Messen. Oder die Wohnung gestalten. Damit habe ich schon angefangen :) Und sich wieder den Hobbies widmen.
Weihnachten hat mir ein schönes Buch beschert. Töchterchen hat mich mit Handlettering for everyone überrascht! Das ist nicht nur inspirierend, sondern auch entspannend. Gut, dass ich letztens ein paar schöne Porzellanfarben und-Stifte gekauft habe. Nun werden still und mit viel Muße Tassen und anderes Geschirr bemalt.
Diese Unikate wandern vorerst in den eigenen Haushalt und wenn sie soweit sind, dass sie gut aussehen, auch ins Shöppchen.
Gestern und heute habe ich zwei Teller bemalt, bzw. beschriftet. Den Cupcake finde ich von der Farbgebung nicht so gelungen. Ausserdem stehen Schrift und Motiv zu weit auseinander. Aber ich muss ja auch gleich losmalen anstatt vorzuzeichnen ...




eat more cake Handlettering

stilisierte Katze in Schwarz auf Teller

Aber ganz ehrlich: Doodles entspannen mich total! Mein Heftchen habe ich immer neben dem Bett liegen. Und ein neues Skizzenbuch gab es auch. Und schöne Aquarellpostkarten.

Zeit nehmen

Im August hatten wir Hochzeitstag. Bis heute bin ich nicht dazu gekommen, die beiden Bücher, die mein Mann mir zu diesem Anlass geschenkt hat, mir in Ruhe zu Gemüte zu führen. Dabei sind sie absolute Highlights! Mehr dazu hoffentlich bald :)

Schon jetzt spüre ich Entspannung. Die letzten freien Tage wurden genutzt um mal endlich wieder einfach in den Tag zu leben. Schön war auch, dass mal die ganze Familie zu Hause war.

wake up and maek dreams come true


Zu guter Letzt möchte ich gerne mitteilen, dass man ruhig mal 'Nein' sagen darf. Es ist nicht schlimm, wenn man vielleicht jemanden für einen kurzen Augenblick enttäuscht. Es gibt sicherlich viele anderen Gelegenheiten, zu denen man hilfsbereit und zuverlässig ist. Dann darf man sich auch gerne das ein oder andere Mal eine kleine 'Auszeit' genehmigen. Alles ist gut! 
In diesem Sinne wünsche ich einen entspannten Jahreswechsel - egal ob mit Tanzen, viel Rummel, ruhiger Zweisamkeit, ausgiebigem Essen, viel trinken, singen, rocken ... - wichtig ist, es macht Spaß!
Ein schönes Neues Jahr!